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Pferde als Hobby - Giftpflanzen
03.07.2015 top
"Der schleichende Tod auf dem Heuboden"
(Hinweis: Der nachfolgende Text soll sowohl informieren als auch alarmieren. Bitte den Text auf allen sozialen Netzwerken teilen. Bei Nennung der Autorin darf der komplette Text sowie die Fotos gerne auch auf anderen Portalen bzw. auch in Printmedien verwendet werden.)
getrocknete Herbstzeitlose Kennen Sie das? Sie gehen gut gelaunt in den Stall und freuen sich auf die Springstunde mit ihrem Pferd. Doch, das darf jetzt nicht wahr sein, der Kamerad hat ein dickes Fesselgelenk! Keine äußeren Einwirkungen erkennbar, er war nicht auf der Koppel, kein Festliegen - sonderbar! Auch dem Tierarzt fällt nicht viel dazu ein: Keine Zerrung, kein Schlag, aber dick und heiß - sonderbar! Er geht anschließend gleich in die Box nebenan. Die Stute hustet schon seit einiger Zeit, im Schleim sind kaum Erreger zu finden - sonderbar! Wo er schon mal da ist, kann er gleich nach dem Wallach schauen der vor einigen Tagen eine Aufgasungskolik hatte. Der steht nur lethargisch rum und hat innerhalb der kurzen Zeit enorm abgemuskelt. Nicht normal - sonderbar! Also gehen Sie mit Ihrer Freundin einen Kaffee trinken. Sie musste die Dressurstunde unterbrechen. Die Stute hat offensichtlich starke Rückenschmerzen im Lendenbereich und läuft total steif. Gestern war sie noch total fit! - sonderbar!
Autorin: Andrea Traub
Dipl. Ing. (FH) Landespflege
Foto: getrocknete Herbstzeitlose, die im Futterheu von Pferden gefunden wurde - Fotograf: privat
April 2011 top
Fünf Pferde starben an Eibenvergiftung
Pferdebesitzer und -halter müssen für Pferde giftige Pflanzen kennen
Innerhalb weniger Stunden sind im April 2011 fünf Pferde im schleswig-holsteinischen Tangstedt an einer Eibenvergiftung gestorben. Der Hofbetreiber hatte in seinem Garten Eiben gestutzt und den hochgiftigen Grünabschnitt den Pferden zum Fressen auf die Weide gelegt. Er versicherte, dass ihm die Giftigkeit der Pflanze nicht bekannt gewesen sei. "Das ist ein tragischer Fall, der hätte vermieden werden können. Wir appellieren an alle, die mit Pferden umgehen, sich über für Pferde giftige Pflanzen zu informieren," sagte Dr. Michael Düe, Leiter der Abteilung Veterinärmedizin bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).
Text: Pressestelle der FN
29.07.2009 top

A C H T U N G !!! A C H T U N G !!! A C H T U N G !!!

JAKOBSKREUZKRAUT - Hübsch gelb, aber sehr, sehr giftig

Jakobs-Kreuzkraut Das JAKOBSKREUZKRAUT (lat. Senecion Jacobea) - vor allem gefährlich für Pferde und Rinder - breitet sich in den letzten Jahren explosionsartig deutschlandweit überall aus. Man sollte die Gefahr nicht unterschätzen.

Das Jakobskreuzkraut gehört zu den Greiskräutern. Der Artenname bezieht sich auf den Blühtermin am 25. Juli. Die Blühzeit der 30 bis 120 Zentimeter hohen Pflanzen ist von Juni bis September. Die Blüten sind goldgelb und haben immer 13 Blütenblätter.

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Nur immer in der Halle oder auf dem Reitplatz die gleichen Runden drehen, wird jedem Reiter mal langweilig. Dann will man raus in die Natur. Spazieren reiten im Gelände, quer durch Flur und Wald, macht riesigen Spaß. Aber an schönen Plätzen möchte man auch mal eine Pause machen und ein wenig verschnaufen. Den Sattel ab und Halfter rauf, damit sich auch dein Pferd erholen kann.

Eibe in der Blüte Aber lass dein Pferd nicht so einfach alles fressen. So manche Pflanzen am Wegesrand sind für Pferde hochgradig giftig. Auf der Weide achten die Pferde meistens was für sie gut ist oder nicht. Anders ist es beim hastigen Naschen unterwegs. Nicht nur im Wald, auch zu Hause auf dem heimischen Platz, können aber Sträucher oder Blumen stehen, die einem Tier oder auch dem Menschen schaden können.

Bevor du mit deinen Pferd ins Gelände gehst, solltest du die wichtigsten Giftpflanzen kennen. Du wirst sicherlich nicht auf die Idee kommen und dein Pferde Tollkirschenzweige essen lassen? Hast du aber auch gewusst, das der im Wald häufig vorkommende Adlerfarn, ein tödliches Gift enthält?

Vergiftungen bei Pferden äußern sich durch verschiedene Anzeichen:
  • heftige Koliken (Bauchschmerzen)
  • Atemnot,
  • Durchfall und Krämpfe
  • bis hin zu Bewusstlosigkeit
Bei Verdacht auf eine Vergiftung kein Futter geben und den Tierarzt so schnell wie möglich holen! Vielleicht weist du auch was es gefressen haben könnte.

Es gibt kleine oder größere Blumen: auch Büsche können Pferden das Leben kosten:
  • Eibe und dessen Beeren (Tod schon nach 5 Minuten nach Fressen von Nadeln und Zweigen)
  • gemeiner Buchsbaum (750 g schon tödlich)
  • gemeiner Goldregen (Wurzeln, Samen, Blüten giftig)
  • Lebensbaum
  • Liguster (Beeren und Blätter giftig)
  • Pfaffenhütchen
  • Rhododendron große Bäume hochgradig giftig. - Rinde, Blüten, Früchte, Holz
  • schwarze Tollkirsche (Wurzeln, Samen, Blüten und Blätter wirken giftig, selten tödlich)
  • weiße Robinie (oder falsche Akazie, Rinde, Blätter und Laub giftig)

Es gibt auch Pflanzen, die verlieren ihr Gift, wenn sie lange genug trocknen. Deshalb soll auch das Heu erst nach ca. 3 Monaten verfüttert werden:

Noch mehr Giftpflanzen und ihre genaue Beschreibung findest du auf der Seite:
www.giftpflanzen-fuer-pferde.de

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